canstockphoto1505229Das Gedicht von der Weihnachtsfrau. Gedichtet und vertextet von Wolfgang Bräun.

Da gilt zur Zeit keine Schonfrist: die Weihnachtsmänner in den Fußgängerzonen und bei betrieblichen und vereinlichen Weihnachtsfeiern haben jede Menge zu tun. Stress pur! Kommt einem da nicht auch der Gedanke: Wo bleibt eigentlich die „Weihnachtsfrau“?

Hier die poetische Fassung einer neuen Generation:

Das Gedicht von der weihnachtsfrau

Weihnachtsmänner tragen Bärte,
kombinieren Weiß mit Rot.
meist ist Ruprecht ihr Gefährte,
beide mögen Magenbrot.

Weihnachtsmänner, die sind fleißig,
sind 60 oder dreiunddreißig,
haben Stress auch im Büro,
in Amtsstuben ja sowieso.

Weihnachtsmänner mögen Kinder,
kleine, brave, sittlich gute.
Doch wehe, wenn er als Erfinder,
drohen lässt mit seiner Rute.

Weihnachtsmänner haben vieles,
Hausrat, Auto, meist auch ’ne Frau.
von schweren Hausarbeiten aber,
der Weihnachtsmann weiß nichts genau.

Doch auch sie weiß nicht,
dass der Erwin,
der ihr Gatte,
es im Geschäft ganz schwer schon hatte.

Der Nachwuchs ständig wett-bewerbt,
damit man Erwins Stuhl bald erbt!?
Er weiß zwar nichts von Hausarbeit,
will davon auch nur wenig wissen,
Hauptsach‘, das Essen steht bereit,
als Single würde er das missen.

Er nimmt kaum Kenntnis von Logistik,
die sie bewegt von Tag zu Tag,
Familienleben wäre arg zwistig,
wenn Weihnachts-Frau das nicht mehr mag!

So gilt für Paare im Advent:
wenn wichtig wird der Weihnachts-Mann,
dass, wenn man hinschaut ganz genau,
auch wichtig ist die Weihnachts-Frau.

Ob also Bart und nicht rasiert,
ob gut gekocht – Rest eingefriert!

Ehrlich stelle man hier fest:

Gut ist nur der Weihnachts-Mann,
der Weihnachts-Frau was gelten lässt.

Update 5.03.2012: Ich möchte nicht vergessen, den Autor passend zu würdigen. Das Gedicht von der Weihnachtsfrau stammt von Wolfgang Bräun, der seine poetischen Künste u.a. auf seiner Website Gereimtheiten – Reime, Verse und Gedichte auslebt.
Update 21.12.2012: Jetzt noch mit attraktivem Foto 🙂


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